Karniplants Faszination fleischfressende Planzen

Wasser für fleischfressende Pflanzen

Regenwasser sammeln
Regenwasser sammeln

Fleischfressende Pflanzen benötigen nährstoffarmes und vor allem auch kalkfreies Wasser. Das kann zum Problem werden, nämlich immer dann, wenn es lange Zeit nicht geregnet hat, es Trockenperioden gab oder nicht genügend Vorräte an frischem Wasser angelegt wurden. Leitungswasser ist in solchen Fällen keine Alternative, da dies eben nährstoffreich und zudem voller Kalk ist. Was also ist zu tun, wenn es an Wasser fehlt?

Das Thema ist ein sehr interessantes, da es relativ häufig angefragt wird. Immer wieder wird unterschätzt, wie wichtig das nährstoffarme Wasser für fleischfressende Pflanzen ist. Dann nehmen viele einfaches Leitungswasser und wundern sich anschließend darüber, dass es ihren Karnivoren schlecht geht und sie kurz darauf eingehen und absterben.

Inhalt:
  1. 5 Mögliche Wasserquellen für Karnivore
  2. 1. Destilliertes Wasser
  3. 2. Regenwasser sammeln
  4. 3. Osmose-Wasser verwenden
  5. 4. Vollentsalzer nutzen
  6. 5. Schnee schmelzen
  7. Bewässerung von fleischfressenden Pflanzen

In diesem Beitrag werden wir euch unterschiedliche Methode zeigen, mit denen ihr Wasser erzeugen könnt, welches für die fleischfressenden Pflanzen angenehm erscheint. Wir stellen euch also verschiedene Möglichkeiten der Bewässerung von Karnivoren vor. Fangen wir am besten sofort damit an.

5 Mögliche Wasserquellen für Karnivore

Wasser
Wasser

Um fleischfressende Pflanzen zu bewässern, gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten und vor allem weitaus mehr, als die meisten glauben. Destilliertes Wasser werden viele bestimmt noch kennen und auch das Sammeln von Regenwasser. Doch alles, was darüber hinausgeht, ist oft gänzlich unbekannt. Wir stellen euch jetzt fünf mögliche Wasserquellen für Karnivore vor, wenn alle euch bekannten versagen.

1. Destilliertes Wasser

Die meisten von euch werden destilliertes Wasser kennen, welches sich nahezu ideal eignet, um fleischfressende Pflanzen zu bewässern. Im Grunde handelt es sich dabei um gereinigtes Wasser, welches somit keinerlei Verunreinigungen mehr enthält. Karnivore, die diese Nährstoffe und auch den Kalk im Wasser gar nicht vertragen, sollten daher immer mit solchem gereinigten Wasser versorgt werden. Destilliertes Wasser gibt es in vielen Supermärkten zu kaufen und ist dort üblicherweise im Haushaltsbereich (meist in großen Kanistern) zu finden. Wer im Supermarkt nicht fündig wird, entdeckt es mit ziemlicher Warscheinlichkeit im örtlichen Baumarkt.

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2. Regenwasser sammeln

Regenwasser mag zwar nicht so rein sein wie destilliertes Wasser, ist aber dennoch nährstoffarm sowie kalkfrei und somit bestens geeignet für die Bewässerung von fleischfressenden Pflanzen. Außerdem ist das Regenwasser relativ einfach aufzufangen. In einer Wohnung mit Balkon kann es über Regenrinnen in Eimer geleitet werden. Im eigenen Garten bieten sich große Regentonnen an. Da kommt schnell eine Menge Wasser zusammen, sodass im Idealfall ein Vorrat entsteht, der über das ganze Jahr hinweg ausreicht. Mit Regenwasser lässt sich die Bewässerung der fleischfressenden Pflanzen meist sehr gut absichern.

Regenwasser sammeln
Regenwasser sammeln

3. Osmose-Wasser verwenden

Bei großen Pflanzensammlungen oder einem gewerblichen Betrieb eignet sich eventuell eine sogenannte Osmoseanlage, die dann wiederum Osmose-Wasser hervorbringt. In die Osmoseanlage kommt Leitungswasser, wird jedoch entsprechend gefiltert, sodass schlussendlich nur noch die Wassermoleküle herauskommen. Das Resultat ist reines Wasser. Die Osmoseanlage ist mit hohen Kosten verbunden und die Filter etc. müssen im Normalfall jährlich gewechselt werden. Osmose-Wasser ist also problemlos zu verwenden, erfordert aber einiges an Aufwand und verursacht auch Ausgaben. Für ein paar fleischfressende Pflanzen wäre das vermutlich zu viel des Guten. Für die große Sammlung oder den gewerblichen Betrieb hingegen macht eine Osmoseanlage unter Umständen schon wieder mehr Sinn.

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4. Vollentsalzer nutzen

Wasseraufbereitung geht auch anders und zwar mit dem sogenannten Vollentsalzer. Mit Vollentsalzungspatronen, die eine Mischung aus stark saurem und stark basischem Spezialharz beinhalten, werden die Teilchen im Wasser gebunden. Das Ergebnis ist vollentsalztes Wasser in reiner Laborqualität. Vollentsalzer sind eher etwas Professionelles und das Thema ist weitaus komplizierter, als es hier scheint.

Für die Sammlung von Karnivoren daheim lohnt sich so etwas nicht und kommt eigentlich auch gar nicht infrage. Dafür ist der Vollentsalzer eben viel zu komplex, kostenintensiv und aufwendig umzusetzen.

5. Schnee schmelzen

Schnee schmelzen
Snow-covered winter park and benches. Park and pier for feeding ducks and pigeons. The snow covered the autumn park.

Ähnlich wie Regenwasser ist Schnee zwar nicht komplett rein, also kein destilliertes Wasser, jedoch eine gute Alternative und ebenso nährstoffarm. Wenn im Winter somit das Regenwasser knapp wird, bietet es sich an, Schnee zu schmelzen und mit dem daraus resultierendem Wasser die fleischfressenden Pflanzen zu bewässern. Bitte aber nicht im Topf aufkochen, sondern am besten einfach den Schnee in einen Eimer füllen und bei Zimmertemperatur schmelzen lassen. Im Topf führt das Aufkochen nämlich leider dazu, dass sich die vermeintlichen Schadstoffe im Schnee noch weiter vermehren.

Bewässerung von fleischfressenden Pflanzen

Gießwasser für Karnivore ist immer dann ein Thema, wenn es knapp wird. Typisch dafür sind der Sommer und der Winter. Im Sommer wird es mitunter sehr trocken, weshalb die Pflanzen viel Wasser benötigten. Gleichzeitig regnet es aber auch nicht, weshalb es kein Regenwasser gibt. Im Winter hingegen ist alles gefroren und kalt. Zwar brauchen die meisten fleischfressenden Pflanzen in der Überwinterung ebenfalls weniger Wasser, doch wenig ist nun einmal nicht nichts. Die Bewässerung muss daher immer gewährleistet sein.

In unserem Artikel haben wir euch nun fünf Möglichkeiten vorgestellt, wie ihr an nährstoffarmes Wasser herankommen könnt. Einige sind für Anfänger ideal, andere kosten viel Geld oder erfordern eine Menge Aufwand, sind also eher etwas für ambitionierte Pflanzenhalter. Wichtig ist am Ende nur, dass ihr nicht einfach Leitungswasser nehmt, denn das vertragen die Karnivore ganz und gar nicht. Bekommen die fleischfressenden Pflanzen zu viel schlechtes Wasser, gehen sie davon ein und sterben.

Wir hoffen, der Beitrag war für euch interessant und aufschlussreich. Vor allem hat er euch aber hoffentlich dabei geholfen, daran zu denken, dass Gießwasser für fleischfressende Pflanzen nicht nur in den schönen Jahreszeiten, sondern eben auch dazwischen notwendig wird. Sorgt also entsprechend vor, damit euch das Wasser in den heiklen Jahreszeiten nicht plötzlich zur Neige geht.


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