Faszination fleischfressende Planzen

Fleischfressende Planzen

Venusfliegenfalle

Die wahrscheinlich bekannteste fleischfressende Planze.

Fleischfressende Pflanzen sind aufregend, eindrucksvoll und etwas ganz Besonderes, wenn es darum geht, außergewöhnliche Pflanzen zu halten. Sie dienen als Insektenfänger, als Lehrobjekt und nicht zuletzt auch als wunderbare Dekoration, beispielsweise wenn ganze Landschaften in einem Terrarium entstehen, in dem dann eine fleischfressende Pflanze gehalten wird.

Es sind eben ganz spezielle Lebewesen, besser gesagt Karnivore, die wir euch auf unserer Website ein wenig genauer vorstellen möchten. Doch was heißt schon ein wenig? Natürlich möchten wir sie in aller Ausführlichkeit besprechen und haben für Haltung, Pflege und Pflanzenart, jeweils eine einzelne Seite für euch angelegt. Dort erfahren Neulinge wie Kenner, Wissenswertes zu den fleischfressenden Pflanzen, lernen neue Methoden und seltene Arten kennen, versorgen sich mit wichtigen Hintergrundinfos.

Hier stellen wir euch nun erst einmal die wichtigsten Einzelheiten vor und klären Grundlegendes. Allgemeingültigkeiten, die für nahezu alle fleischfressenden Pflanzen gelten, nicht nur für bestimmte Arten oder eine Handvoll Gattungen. Perfekt für den Einsteig. Wer weiterliest, kann also bald schon loslegen und seinen eigenen fleischfressenden Garten auf der Fensterbank anlegen.

Fleischfresser der Pflanzenwelt

Die fleischfressenden Pflanzen stellen in der Pflanzenwelt eine Besonderheit dar. Wo Pflanzen sich normalerweise nämlich meist ausschließlich über ihre Wurzeln mit Nährstoffen versorgen, welche sie wiederum aus der Erde und dem Wasser ziehen, welches ihnen zugeführt wird, handhaben fleischfressende Pflanzen das Ganze ein wenig anders.

So versorgen sich die sogenannten Karnivoren (oder auch Insektivoren) manchmal ganz direkt mit Nährstoffen, indem sie kleine Tierchen, vor allem Insekten, in ihre Fallen locken. Bei bodennahen Karnivoren sind das meist Ameisen und Käfer, wohingegen die hochwachsenden Arten auch Fliegen oder Raupen fangen und dann entsprechend verwerten können. Fleischfressende Pflanzen nutzen also tatsächlich Fleisch, um zu überleben. Der Name ist demnach Programm.

Venusfliegenfalle frisst Fliege

Ha! Erwischt.

Das »Fressen« geschieht mithilfe der jeweiligen Fallen. Dabei gibt es verschiedene Arten von Fallen, die ihre Beute allesamt anders festhalten und anschließend verdauen. Klebe- und Klappfallen zum Beispiel, ebenso wie Saugfallen. Die fünf Arten von Fallen, möchten wir euch jetzt zunächst einzeln auflisten und erklären, was genau es damit auf sich hat und wie sie in der Natur funktionieren.

5 Fallentypen von fleischfressenden Pflanzen

Auch wenn es viele Arten und Gattungen der Karnivoren gibt, so wird bei den Fallen dennoch lediglich zwischen fünf verschiedenen Fallentypen unterschieden. Mit diesen fangen die Pflanzen dabei nicht nur ihre Beute, sie verdauen sie auch im Inneren der Fallen, die Falle verwertet das gefangene Insekt logischerweise ganz direkt. Doch schauen wir uns die fünf Fallentypen mal ein wenig genauer an.

1. Fallgrubenfallen

Fallgrube einer Kannenpflanze

Eine wunderschöne Fallgrube.

Bei den Fallgrubenfallen ist der Name Programm. Hier bildet die Pflanze mit ihrem Blatt nämlich eine Fallgrube, in welche die Insekten einfach hineinfallen. Aus dieser »Grube« kommen sie, einmal hineingefallen, allerdings nicht mehr heraus, da die Innenwände der Falle meist besonders glatt, manchmal sogar feucht und glitschig sind.

Selbst wenn die Insekten es also schaffen sollten, bis an den Rand zu gelangen, so würden sie an den Rändern doch immer wieder abrutschen und ins Innere der Falle gelangen. Zwei Gruppen unterscheiden sich hier jedoch voneinander, und zwar die Kannenpflanzen und die Schlauchpflanzen.


2. Klappfallen

Venusfliegenfalle

Der Star unter den fleischfressenden Pflanzen: Die Venusfliegenfalle

Die Venusfliegenfalle kennt höchstwahrscheinlich jeder von euch, denn sie wird nicht nur in jedem Bau- und Gartenmarkt angeboten, sie ist auch eine beliebte Anfängerpflanze. Außerdem sind ihre Klappfallen sehr eindrucksvoll, ähneln sie doch einem großen Mund, selbst die Fühler im Inneren wirken wie spitze Zähne.

Klappfallen funktionieren so, dass die zwei Blatthälften schnell schließen, sobald sich Beute im Inneren befindet. Damit dieser sehr aufwendige Prozess nicht versehentlich stattfindet, sind im Inneren der Fallen kleine Fühler angebracht, die auf Berührung reagieren. Nur wenn diese Fühler wiederholt aktiviert werden, schließt die fleischfressende Pflanze ihre Fallen. Bei einmaliger Berührung verzichtet sie auf diesen Prozess, da er zu viel Energie kostet, um ihn versehentlich in Gang zu setzen. Ziemlich clever.


3. Klebefallen

Klebefalle des Sonnentau

Funkelt verführerisch.

Auch die Klebefallen sind eine effektive Methode, mit der die Karnivoren ihre Beute festhalten können. Meist wird dabei ein Sekret über feine Tentakel ausgeschieden, an denen das Insekt hängen bleibt und dann an das eigentliche Blatt oder direkt in die Falle gedrückt wird.

Der Sonnentau ist hier wohl die bekannteste fleischfressende Pflanze, die dies so handhabt. Das klebrige Sekret haftet aber nicht einfach nur, sondern funkelt auch noch verführerisch, wenn es vom Licht getroffen wird. Dieses wunderschöne Funkeln sieht nicht nur recht eindrucksvoll aus, es lockt eben auch allerlei Insekten an. Ebenso übrigens, wie der Duft des klebenden Sekrets. Einmal angelockt, gibt es dann kein Entkommen mehr. Die Falle schlägt zu.


4. Reusenfallen

Papageien-Schlauchpflanze

Eine ganz besondere fleischfressende Pflanze.

Die Reusenfalle ist sehr selten und kommt beispielsweise bei der ebenso seltenen Papageien-Schlauchpflanze vor. In der Reusenfalle wird die Beute mithilfe von Lockstoffen in das Innere geleitet, wo es ihr, aufgrund von sogenannten Sperrhaaren, unmöglich wird, wieder aus der Falle herauszukriechen. Einmal den Weg in das Innere beschritten, gibt es also kein Zurück mehr, was die Beute demnach immer weiter in die Falle treibt.

Ist die Beute dann am Ende des Schlauches angekommen, landet sie in den Enzymen, mit denen die Pflanze ihre Beute verdaut. Eine ganz schön fiese, jedoch auch äußerst effektive Falle.


5. Saugfallen

Saugfallen funktionieren nur im Wasser oder unter der Erde, also nicht einfach so und vor allem nicht überall. Fleischfressende Pflanzen, die mit Saugfallen ihre Beute verschlingen, gelingt dies durch einen starken Unterdruck.

Wasserschlauch

Auch Fische sind nicht sicher vor fleischfressenden Pflanzen.

Die Falle erzeugt somit eine Art von Vakuum, welches sich bei einer Berührung blitzartig entlädt bzw. wieder ausgleicht. Dadurch entsteht eine heftige Sogwirkung, die die Beute sofort in die eigentliche Falle zieht und das Entkommen, aufgrund des direkten und schnellen Druckausgleiches, im Grunde unmöglich werden lässt. Die Saugfallen sind sehr selten, einzig die sogenannten Wasserschläuche besitzen diese Art von Falle.


Nahrung von fleischfressenden Pflanzen

Es dürfte soweit klar sein, dass fleischfressende Pflanzen eher kleine Tierchen, wie beispielsweise Käfer oder Spinnen fressen. Fliegen, die von dem Duft oder Glanz der Sekrete angelockt werden, natürlich ebenso. Auch Raupen oder Ameisen gehen gerne in die Fallen der Karnivoren, vor allem wenn diese sich in Nähe des Bodens befinden und nicht sonderlich stark wachsen.

Was gleich gesagt werden muss:

Fleischfressende Pflanzen werden in der Regel nicht gefüttert. Zwar kann hier und da mal eine Fliege oder ein Wurm in eine der Fallen gelegt werden, schließlich möchte den Prozess vermutlich jeder mal sehen und erleben, es sollte aber nicht ständig stattfinden!

Das Problem dabei ist nämlich, dass fleischfressende Pflanzen ebenso schnell zu wenig Nährstoffe, wie auch zu viele aufnehmen. Es kommt bei der Fütterung also meist zu einer Überversorgung, weil die Nahrung gerade gar nicht benötigt wird, woraufhin die Pflanze dann eingeht oder die Falle abstirbt. Es ist ein wenig wie der Prozess einer Überdüngung. Dünger benötigen Karnivore übrigens ebenfalls nicht.

Typisches Pflanzenfutter für fleischfressende Pflanzen

Typisches Pflanzenfutter.

Falls eure fleischfressende Pflanze wirklich niemals selbst etwas fängt, könnt ihr ab und an mal eine Kleinigkeit aus der Zoohandlung kaufen und ihr in die Falle legen. Normalerweise ist das aber nicht notwendig und sollte sogar vermieden werden, da es, wie erwähnt, eher zu einer Überversorgung mit Nährstoffen führt, was fleischfressende Pflanzen gar nicht mögen. Die Nährstoffe, die die Pflanze wirklich braucht, zieht sie sich aus dem Substrat und dem Wasser, nicht zwangsläufig aus ihrer Beute. Und auch wenn ihr es vielleicht gar nicht mitbekommt, wird sie zwischendurch bestimmt immer mal wieder kleine Fliegen oder Ähnliches erwischen. Es müssen auch keine großen Insekten sein, die ihr die benötigten Stoffe bringen.

In diesem Sinne: Fleischfressende Pflanzen fressen zwar Insekten aller Art, benötigen in der Regel aber keine Fütterung bzw. Zufütterung. Lasst die Pflanze einfach ihr Ding machen, ohne in den natürlichen Kreislauf einzugreifen. Letzteres schadet ihr nämlich mehr, als dass es ihr hilft.

4 besonders beliebte Karnivore

Die verschiedenen Fallentypen kennt ihr nun, doch welche Gattungen bzw. Arten sind besonders beliebt und eignen sich unter Umständen auch für Neulinge? Wir möchten euch hier vier fleischfressende Pflanzen vorstellen, die besonders eindrucksvoll erscheinen und definitiv einen genaueren Blick wert sind.

1. Sonnentau

Sonnentau ist sehr beliebt

Sonnentau ist sehr beliebt.

Der Sonnentau existiert auch in Deutschland und zwar mit insgesamt drei Arten, die allesamt unter Schutz stehen, also nicht einfach der Natur entnommen werden dürfen. Zu kaufen gibt es den Sonnentau natürlich dennoch und gerade der Kap-Sonnentau ist überaus pflegeleicht zu handhaben und daher eine beliebte fleischfressende Pflanze für Anfänger.

Sonnentau verfügt über Klebefallen, dessen Tentakel in der Sonne nicht nur wunderschön funkeln, sondern auch allerlei Insekten anziehen. Einmal gelandet, werden sie von dem klebrigen Sekret festgehalten und von den Tentakeln an die Blätter gedrückt, die sich daraufhin einrollen. Ein wunderbares Schauspiel und ein regelrechter Blickfang, gerade weil das Sekret im Sonnenlicht oft viele spektakuläre Farbspiele zeigt.


2. Venusfliegenfalle

Rote Falle einer Venusfliegenfalle

Bei genug Sonnenlicht färbt sich die Falle schön rot.

Kennt jeder, hat jeder schon einmal gesehen, wird in Filmen oft als bösartige Pflanze dargestellt. Na, welche Pflanze ist hier gemeint? Natürlich die Venusfliegenfalle, dessen Klappfalle wie ein großer Mund wirkt und problemlos auch größere Fliegen fängt. Haben die sich in das Innere verirrt, schließt die Venusfliegenfalle nämlich beide Blätter und sofort ist das Insekt zwischen ihnen gefangen. Einmal eingesperrt, produziert die Venusfliegenfalle dann einen Verdauungssaft, der die Beute zersetzt und verwertet.

Die ganze Prozedur dauert ein bis zwei Wochen und verbraucht viel Energie, weshalb die fleischfressende Pflanze auch nicht aus Spaß gefüttert werden sollte. Ihre Fallen schließt sie daher auch nicht bei der ersten Berührung, sondern nur im wiederholten Fall, um ganz sicherzugehen, dass sich auch wirklich etwas darin befindet.


3. Schlauchpflanzen

Schlauchpflanze

Die Fallen der Schlauchpflanze.

Wie der Name schon andeutet, sehen die Fallen der Schlauchpflanze, wie kleine Schläuche aus. Diese ragen förmlich aus dem Boden nach oben hinaus und locken allerlei Tierchen an, die in die Schläuche hineinfallen und dann von der fleischfressenden Pflanze verschlungen werden.

Die Schlauchpflanze wird dabei auch gerne mal als Trompetenpflanze bezeichnet, da sie zwar gerade wächst, sich am oberen Rand aber weitet und dort von einem Deckel geschützt wird, welcher das Eindringen von Regenwasser verhindert. Ohne den Deckel würde das Regenwasser die Verdauungssäfte verdünnen, die Pflanze könnte ihre gefangene Beute dann nicht mehr verwerten. Anders als oft vermutet wird, schließt sich der Deckel allerdings nicht, wenn sich Beute in der Falle befindet. Er ist also kein direkter Teil der Falle.


4. Kannenpflanzen

Fallgrube einer Kannenpflanze

Eine wunderschöne Fallgrube.

Dann gibt es da noch die Kannenpflanzen. Ihre Arten gehören dabei zu den tropischen Fleischfressern. Sie wachsen oft sehr breitläufig, wachsen zum Teil wie Lianen und klammern sich an anderen Pflanzen fest, um sich einen festen Stand zu sichern.

Die Kannen sind dabei wie kleine Fallgruben, wobei zwischen Bodenkannen und Hochkannen unterschieden wird. Im Inneren der Kannen befindet sich eine sehr saure Verdauungsflüssigkeit, die leichte Beute schon in wenigen Tagen verwerten kann. Die Fallen verändern sich außerdem mit der Zeit, sodass die Fallen an sehr jungen Pflanzen vollkommen anders aussehen, als an den älteren Gewächsen.


Ansprüche an die Haltung

Fleischfressende Pflanzen haben meist ein paar spezielle Ansprüche an ihre Umgebung und Haltung, sodass sie nicht zwangsläufig für Anfänger geeignet sind. Typische Anfängerarten sind die Venusfliegenfalle und das Kap-Sonnentau, die meisten anderen fleischfressenden Pflanzen benötigen ein wenig mehr Pflege und vor allem die beständige Kontrolle der Umgebungswerte.

Meist ist es die Temperatur, die bei der Haltung als Zimmerpflanze etwaige Probleme hervorruft. Mitunter benötigen fleischfressende Pflanzen nämlich ein tropisches Klima, vertragen gleichzeitig aber sehr schlecht Zugluft. Darüber hinaus sind Karnivore oft in Sümpfen oder Mooren zu finden, weshalb sich zu den hohen Temperaturen auch noch eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzugesellt. Solche Umgebungen sind in Deutschland natürlich nicht zu finden und ganz sicher nicht auf der Fensterbank vorhanden.

Oft werden fleischfressende Pflanzen daher auch in Gewächshäusern oder speziell angelegten Terrarien, Aquarien oder sogenannten Florarien gehalten. In solch einer Umgebung lassen sich Temperatur und Luftfeuchtigkeit dann bestens kontrollieren und vor allem regulieren, um den Pflanzen die ideale Umgebung zu schaffen. Nur dann blühen und wachsen sie, nur dann bilden sie ihre Fallen. Geht es ihnen schlecht, zeigen sie dies deutlich an.

Die Ansprüche an die Haltung sind daher hoch, jedoch nicht unmöglich. Gerade Anfängerpflanzen, wie die erwähnte Venusfliegenfalle, geben sich außerdem mit weit weniger zufrieden und verzeihen viele Fehler ohne Konsequenzen daraus zu ziehen. Es kommt also immer darauf an, die richtige Pflanze für den Start zu wählen. Wir informieren euch diesbezüglich auf unseren Unterseiten und zeigen euch die einzelnen Arten, sodass jeder die für ihn am besten geeignete Karnivore finden kann.

Substrat statt Blumenerde

Die wichtigste Grundlage ist, dass Karnivore immer ein spezielles Substrat bzw. Spezialerde für fleischfressende Pflanzen benötigen. Diese Erde ist deutlich lockerer, geht mit Feuchtigkeit besser um und bietet somit den idealen Nährgrund für die feinen Wurzeln der Pflanzen.

Verzichtet werden sollte unbedingt auf normale Blumenerde oder gar Erde aus dem Wald oder Garten, da diese in der Regel dafür sorgt, dass die fleischfressende Pflanze zeitnah eingeht und nicht lange überleben wird. Karnivore haben eben andere Ansprüche an den Boden, als beispielsweise Blumen oder gewöhnliche Zimmerpflanzen.

Regenwasser statt Leitungswasser

Ebenso wichtig ist es, kein Leitungswasser für das Gießen der Pflanzen zu verwenden. Karnivore reagieren sehr empfindlich auf Fremdstoffe und bevorzugen nährstoffarmes Wasser. Ideal wäre es daher Regenwasser zu sammeln und zum Gießen zu verwenden. Wer das nicht kann, sollte zumindest destilliertes Wasser oder stilles Mineralwasser nehmen. Normales Wasser aus dem Hahn sollte nach Möglichkeit aber nicht verwendet werden.

Winterruhe und Überwinterung

Viele fleischfressende Pflanzen verlangen eine strikte Winterruhe, um im nächsten Jahr wieder gesund und vital zu erblühen und neu auszutreiben.

Meist reicht es dabei allerdings aus, die Pflanze in einen kühlen Raum zu stellen. Wichtig ist, immer für viel Licht zu sorgen, was leider häufig unterschätzt wird. Die Pflanze einfach nur in die Garage zu stellen, reicht also meist nicht aus. Mehr zum Thema Winterruhe, haben wir auf den jeweiligen Unterseiten für euch, da es hier sehr stark von der Art abhängt. Jede Pflanze hat hier ihre eigenen Ansprüche und einige bilden sogar sogenannte Winterknospen.

Terrarium oder Gewächshaus

Am besten ist es, wenn eine fleischfressende Pflanze im Gewächshaus lebt, wo ideale Bedingungen geschaffen werden können. Das ist aber unrealistisch, da Karnivore in der Regel innerhalb der Wohnung gehalten werden. Sie sind einfach interessant, fangen Fliegen und stellen etwas Besonderes dar, das gefällt vielen Menschen.

Venusfliegenfalle im Florarium

Dionaea muscipula im Florarium.

Ein Terrarium, Aquarium oder auch ein kleines Florarium sind demnach ideal, um eine eigene Klimazone für die Pflanzen zu schaffen. Im Inneren können Temperatur und Luftfeuchtigkeit dann ohne Weiteres stabil gehalten werden, im Winter wird beides entsprechend reguliert. Ein Terrarium kann außerdem wunderschön eingerichtet werden, sodass neben der fleischfressenden Pflanze eine kleine Miniwelt entsteht, mit schöner Dekoration, einem Wasserbecken oder sogar weiteren Pflanzen, die einen kleinen Dschungel bilden.

Fazit zur Haltung

Viele Menschen informieren sich vorab zu wenig und sind dann verwundert, dass ihre fleischfressende Pflanze nicht überlebt. Dabei ist es lediglich das Grundwissen, welches ihnen fehlt. Die meisten Arten, die ihr hierzulande kaufen könnt, sind relativ anspruchslos, erfordern aber eben ein wenig Respekt und Achtung im Umgang, damit sie gedeihen, blühen und viele Fallen bilden können.

Lasst euch also nicht verrückt machen. Seid nicht verunsichert. Nur informiert euch bitte vorab ausgiebig über Karnivore, bevor ihr euch selbst eine entsprechende Pflanze zulegt. Denn auch wenn die Bedingungen relativ einfach zu erfüllen sind, so müsst ihr sie zunächst einmal kennen und verstehen lernen. Dann ist die Haltung einer fleischfressenden Pflanze allerdings auch kein großes Problem mehr, sondern eine große Freude.

Wir hoffen, wir können euch dabei helfen. Hier findet hier weiterführende Informationen zu den verschiedenen Arten und der Pflege, die diese benötigen. So kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Faszination Karnivore

Karnivore üben eine große Faszination auf die Menschen aus. Im Kino sind sie oft die grausamen Killer, die so manchen absurden Horrorfilm schmücken. In der realen Welt sind sie eher klein und harmlos, wunderschön und vor allem eben echte Besonderheiten. Tropische Wuchsformen, die sich so sehr von all den anderen Pflanzen unterscheiden, begeistern uns noch heute, trotz jahrelangem Umgang und Erfahrung mit dieser Art von Pflanzen.

Wer genau wie wir fasziniert von den fleischfressenden Pflanzen ist, sollte sich nun nicht abschrecken lassen. Ein passendes Terrarium ist schnell eingerichtet und manche Pflanzen für Anfänger überleben auch problemlos auf der Fensterbank oder in einem ganz gewöhnlichen Topf. Dort beweisen sie sich dann als praktische und spektakuläre Fliegenfänger.

Was bleibt also noch zu sagen? Wir wünschen euch eine Menge Spaß und hoffen, die Informationen auf unserer Website helfen euch dabei, eure eigene fleischfressende Pflanze zum Erblühen zu bringen. Viel Freude dabei. Falls ihr noch fragen habt, findet ihr bei uns sicherlich die entsprechenden Antworten.